ÖKOSTROM

Die Begriffserklärung

Mit dem Begriff Ökostrom wird elektrische Energie bezeichnet, die auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Dies geschieht in Abgrenzung insbesondere zu Kernkraft, Kohle und Erdöl, aber auch zu Mammutprojekten im Bereich der Wasserkraft wie dem Drei-Schluchten-Damm in China. Auch die elektrische Energie eines Energieversorgungsunternehmen, der seine Kunden ausschließlich aus umweltschonenden Energie- quellen versorgt, wird Ökostrom genannt. 

Energiequellen

Zur Erzeugung von Ökostrom werden derzeit hauptsächlich genutzt:

  • Wasserkraftwerke
  • Windenergie

Folgende Energiequellen werden aus technischen und wirtschaftlichen Gründen noch wenig genutzt, obwohl sie auch als „ökologisch“ bewertet werden:

  • Biogas
  • Biomasse
  • Photovoltaik (Solarstrom)
  • Solarthermie
  • Geothermie 

Manche Ökostrom-Anbieter fassen den Begriff Ökostrom auch weiter und nutzen zum Teil auch Kraftwerksarten, die keinen Ökostrom im engeren Sinne erzeugen. Es wird argumentiert, dass diese als Übergangslösung zu fördern seien, um den Ausstieg aus konventioneller fossiler und atomarer Stromerzeugung zu beschleunigen. Hierzu gehören:

  • Kraft-Wärme-gekoppelte, gasbetriebene Blockheizkraftwerke
  • Kraft-Wärme-gekoppelte Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke (GuD)

Gegenbegriffe zum Ökostrom sind konventionell erzeugter Strom (auch: konventioneller Strom) aus fossiler und atomarer Stromerzeugung und andererseits Graustrom für Strom unbekannter Herkunft.