Verbundnetz

In einem Verbundnetz werden mehrere Kraftwerke und Abnehmerzentren zusammengefasst und lokale Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage von Momentanleistung kann innerhalb des Netzes besser ausgeglichen werden. Sie stellen somit den Gegenpol zu Inselnetzen dar.

Durch ein Verbundnetz ergeben sich Vorteile:

das Energiesystem wird stabiler, da so Überkapazitäten und Unterkapazitäten abgefangen werden können bzw. sich ausgleichen können, durch Leistungsaustausch können Lastschwankungen kurzfristig besser ausgeregelt werden als nur durch Regelung der Kraftwerke, und die Betriebszuverlässigkeit des Netzes wird gesteigert.

Innerhalb eines Verbundsystems müssen alle Erzeuger synchron arbeiten.

Dreiphasenwechselstrom führt zu höheren Übertragungsverlusten in den Kabeln, so dass er zum Beispiel bei einem Seekabel von über 30 km Länge nicht verwendet wird. In Mittel- und Westeuropa werden die Regeln im Rahmen der Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity (UCTE) festgelegt, wobei für Deutschland die Deutsche Verbundgesellschaft im Auftrag der UCTE die Vorschriften festlegt. In Nordeuropa heißt der entsprechende Zusammenschluss NORDEL.