Allgemeines

Falls Strom und Spannung eine Phasenverschiebung aufweisen, ist bei der Leistung zwischen Wirk- und Blindleistung zu unterscheiden. Nur die Wirkkomponente der Leistung und der Energie wird von den üblichen Messgeräten erfasst.

Die in deutschen Privathaushalten verbreiteten Zähler zur Verbrauchsabrechnung erfassen den Wirkstrom (entweder Wechselstrom oder Drehstrom) sowie die momentan anliegende Wechselspannung. Sie ermitteln daraus durch Multiplikation und anschließende zeitliche Integration die genutzte Wirkenergie in Kilowattstunden (kWh), die aus dem Stromnetz bezogen wurde.

Neben den üblichen Haushaltsstromzählern für 10(60) A sind für gewerbliche Nutzung (auch Baustellen, Festveranstaltungen) noch Stromzähler für 200 A verbreitet. Diese direktmessenden Stromzähler sind für die Nennspannung 230 V (entsprechend 400 V zwischen den Außenleitern) ausgelegt.

Hinter der Nennstromstärke wird in Klammern die Maximal- oder Grenzstromstärke in Ampere angegeben, die der Zähler dauernd aushalten kann, ohne beschädigt zu werden. Bis zu diesem Stromwert müssen auch die Eichfehlergrenzen eingehalten werden. Der Nennstrom ist vornehmlich für die Eichung relevant, auf diesen Wert beziehen sich die Messpunkte, die beim Eichvorgang geprüft werden.

Größere Energieabnahme in der Industrie wird oft über sogenannte Messwandlerzähler gemessen. Diese Zähler multiplizieren die Messdaten von Stromwandlern und Spannungswandlern. Die Sekundärseite dieser Wandler hat im Allgemeinen 5 A Nennstrom bzw. 100 V Nennspannung, für die auch der Zähler ausgelegt ist. Diese Messwandlerzähler sind ebenfalls nach dem Eichgesetz eichpflichtig.

Zähler für größere technische Anlagen können neben der Wirkenergie auch die aktuelle Wirkleistung anzeigen oder auch die Blindenergie in kvarh erfassen. Manche Zähler speichern Lastprofile, insbesondere den Betrag und den Zeitpunkt einer Lastspitze. Andere Zähler haben Impulsausgänge zur Weiterverarbeitung der momentanen Leistungs- oder Energiemessung.