Umstellung auf elektronische Zähler

Nachdem neue elektronische Zähler schon länger für Industrieanwendungen eingesetzt werden, finden sie seit einigen Jahren auch Einzug in die privaten Haushalte. Die Verbreitung dort ist je nach Energieversorger sehr unterschiedlich. Beispielsweise liegt die Verbreitung in Deutschland unter 10 %, während in Schweden bereits über 90 % der Haushalte umgestellt sind.

Elektronische Zähler können mit Tarifumschaltern ausgestattet werden, die eine vereinbarte zeitabhängige Tarifeinstellung berücksichtigen.

Neue elektronische Zähler werden über Datenschnittstellen per Fernauslesung vom Energie- versorgungsunternehmen und der Gebäudeautomation ausgelesen. Mit elektronischen Zählern kann die Tarifierung ohne Eingriff in den Zähler verändert werden. Es werden im Zähler keine elektro-mechanischen Zählwerke mehr benötigt. Bei diesen Zählern ist zu beachten, dass die Anzeige für die Hochpreistarife (HT) und Niedrigpreistarife (NT) eventuell anders angeordnet sind (HT-Anzeige oben und NT-Anzeige unten).

In Deutschland besteht nach der Änderung des Energiewirtschaftgesetzes (EnWG) und der neuen Messstellenzugangsverordnung (beide in Kraft getreten im September 2008) ab 1. Januar 2010 die Pflicht, bei Neubauten und Modernisierungen sogenannte intelligente Zähler zu verwenden (vgl. [EnWG]).

Ebenfalls in Deutschland werden intelligente Zähler zunehmend im Rahmen von staatlich geförderten Pilotprojekten zur Einführung der Smart-Metering-Technologie eingesetzt. Seit Anfang 2006 finden auch staatlich geförderte Feldversuche mit ständigen Verbindungen über Internet (DSL) statt. Beginnend Ende 2008 bieten alle Energieversorger Zählgeräte mit Datennetzanschluss an.

In verschiedenen Ländern (z. B. in den USA) gibt es als Ergänzung des elektronischen Zählers eine integrierte Abschaltoption (remote disconnect). Damit kann der Energieversorger per Fernsteuerung den Verbraucher vom Stromnetz trennen, z. B. wenn dieser seine Rechnung nicht bezahlt hat. Dazu wird ein Relais in den Zähler eingebaut.