RECS-Zertifikate

Mit den sogenannten „Renewable Energy Certificate System“ haben Energiekonzerne sowie weitere Unternehmen und Organisationen dieses Sektors ein Handelssystem geschaffen, das den Umwelteffekt als Handelsprodukt vom physikalischen Strom trennt. Es soll ermöglichen, regenerativ erzeugten Strom, für den sich kein Ökokunde findet, als "normalen" Strom zu verkaufen und statt dessen an anderem Ort und Zeit nicht regenerativ erzeugten Strom als Ökostrom anzubieten. Der Zertifikathandel ist es ein Verfahren zur Umsetzung der mengengleichen Versorgung und soll sicherstellen, dass maximal so viel umweltfreundlicher Strom verkauft wie erzeugt wird.

Dieses Verfahren konzentriert sich auf die Umverteilung vorhandener Strommengen, zu einer zusätzlichen Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien führt es erst, wenn der mit allen im Handelssystem vorhandenen Anlagen hergestellte Ökostrom nicht ausreicht, die Nachfrage zu decken. In Europa lag die Nachfrage 2008 unter dem Angebot, so dass nur umverteilt wird. Das System wird stark kritisiert, da ein Großteil des Geldes der Ökostromkunden an konventionelle Stromerzeuger geht und durch den Zertifikathandel die Herkunft bei allen "Stromsorten" verschleiert werden kann. In Einzelfällen sollen Betreiber von regenerativen Kraftwerken sowohl RECS-Zertifikate verkauft als auch den Strom als umweltfreundlich verkauft haben.