Sicherheit

Als Energiedienstleister sehe ich mich verpflichtet über folgenden Sachverhalt ausführlich zu informieren:

Wie Sie sicher wissen, verfüge ich über ausgesprochen intensive Auslandserfahrung in Krisengebieten. Sie werden jedoch nicht wissen, dass ich lange Jahre in der Mineralölindustrie im Bereich HSSE - Health, Safety, Security & Environment in leitender Position tätig war, dieses Fachgebiet an der größten Erwachenenbildungseinrichtung Österreichs unterrichtete, als auch einen diesbezüglichen Universitätslehrgang leitete und in meinen jungen Jahren auf Grund der "Jugoslawien-Krise" mein Land Österreich militärisch verteidigte.

Meine persönliche Einschätzung eines möglichen Terrorpotenzials - und darauf werde ich in jüngster Zeit leider oft angesprochen - und der Auswirkung für unsere Versorgung ist, dass unser Stromleitungsnetz absolut ungesichert ist, wenige gezielte Sprengungen im Hochspannungssystem ausreichen, und unsere Versorgung damit vollkommen lahm legen würde. Kraftwerksanlagen unabhängig der Technologie sind je nach Gefahrenpotenzial entsprechend bewacht und gesichert, nicht jedoch die Leitungsnetze und Strommasten. 1,8 Mio Kilometer Leitungsnetz - nahezu unschützbar. Für mich stellt sich ernsthaft die Frage, ob sich ein potenzieller Angreifer den Stress machen müsse, mitten im Trubel eine Aktion zu setzen, mit der Gefahr ertappt, entdeckt oder getötet zu werden, oder dieser mitten in der Einöde nahezu gefahrenlos aktiv wird und 8 Tag nach der Aktion das Zielgebiet im Mittelalter lebt und sich schier selbst bekämpft. Ich habe mit meiner Gefahrenanalyse dazu schon oftmals versucht, entsprechend aufmerksam zu machen und die verantwortlichen Stellen diesbezüglich zu sensibilisieren, hier ein Sicherheitsszenario zu erstellen und das Risiko zu erkennen - Ergebnis NEGATIV. Statt die Bürgerinnen und Bürger erkennen zu lassen, dass autarke Energieversorgung richtig und wichtig ist und es keinen Sinn macht, Photovoltaik ins öffentliche Netz einzuspeisen, statt diese zur autarken Energieversorgung zu nutzen, steht Care-Energy wohl alleine im Markt und bewirbt diese Versorgung. Ich bleibe jedoch bei meiner Meinung, dass dieses Gefährdungspotenzial existiert - speziell in Zeiten wie den heutigen.

WAS GESCHIET BEI EINEM STROMAUSFALL?

In der Praxis bedeutet ein größerer Stromausfall, dass es in kürzester Zeit keine Verbindung zur Außenwelt mehr gibt. Telefone, Handys, Fernsehen und Radio fallen schnell aus. Möglicherweise gibt es einige wenige Radiosender im staatlichen Notbetrieb. Die können Sie aber nur mit einem batteriebetriebenen oder einem per Handkurbel betriebenen Radio empfangen. Originalzitat aus einer Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB): „Die durch Bundeswehr, Technisches Hilfswerk (THW) oder Telekommunikationsunternehmen im Ereignisfall einsetzbaren mobilen notstromversorgten Funktechniken und leitungsgebundenen Kommunikationsmittel sind in erster Linie für die eigenen Erfordernisse vorgesehen; für die Gewährleistung der Kommunikation von Behörden, Bevölkerung und Unternehmen in einem Großraum sind sie nicht ausgelegt. … Die für zentrale Kommunikationseinrichtungen vorgehaltenen Reservekapazitäten wie »Unterbrechungsfreie Stromversorgung« (USV) und Notstromaggregate (NSA) sind nach wenigen Stunden oder Tagen erschöpft bzw. aufgrund ausgefallener Endgeräte wirkungslos. “

Der Verkehr kommt zum Erliegen. Züge, S- und U-Bahnen würden liegenbleiben, die Menschen darin müssten sich per Notausstieg selbst befreien. Auch Autos fahren nur so lange, wie der Benzin- bzw. Dieselvorrat reicht. Auftanken ist kaum mehr möglich, weil die Pumpen der Zapfsäulen an den Tankstellen mit Strom betrieben werden. Aber nur 2% der Tankstellen in Deutschland verfügen über Notstromaggregate. Die Autos, die noch fahren, werden einiges an Schaden anrichten, analysiert die Studie: „Aufgrund ausgefallener Ampelanlagen, Verkehrsleitsysteme und Straßenbeleuchtungen kommt es unmittelbar zu starken Behinderungen vor allem in städtischen Gebieten. Es ist eine deutliche Zunahme an Verkehrsunfällen zu beobachten – mit Verletzten und vereinzelten Todesopfern“.

Die Wasserversorgung wird ausfallen, weil in den Wasserwerken der Druck für die Leitungen mit elektrisch betriebenen Pumpen erzeugt wird. Selbst Orte, die noch Wassertürme haben, können nur noch das im Turm vorhandene Wasser aufbrauchen. Sobald der Vorrat leer ist, kann kein neues Wasser in den Turm hinauf gepumpt werden. Kläranlagen fallen ebenfalls aus.

Die Lebensmittelversorgung bricht zusammen. „Um Lebensmittellieferungen, ausgegebene Essensrationen oder knappe Lebensmittel in den wenigen noch betriebenen Filialen entbrennen Streitigkeiten und heftige, oft körperliche Auseinandersetzungen, die nicht immer von den Ordnungskräften geregelt werden können“ heißt es in der Studie. Der Nachschub an Lebensmittelrationen bricht mangels einsatzfähiger LKWs auch schnell zusammen. Die Treibstoffvorräte der Bundeswehr sind innerhalb weniger Tage erschöpft. Die Polizei bevorratet ebenfalls kaum noch Benzin, und wird zu Fuß nicht rechtzeitig an den Brennpunkten der Gewalt ankommen.

Auch hier eine Einschätzung aus der Studie: „Ein langandauernder Stromausfall wird die Bevölkerung in Unsicherheit und Angst versetzen sowie Gefährdungen von Leib und Leben mit sich bringen. Die Forschung zum Verhalten von Individuen und Gruppen in Katastrophensituationen legt die Erwartung nahe, dass auch bei einem Stromausfall sowohl unsoziale, illegale und aggressive Aktionen als auch Mitgefühl und Hilfsbereitschaft, rationales und entschlossenes Handeln zutage treten werden. Das Wissen über die sozialen und sozialpsychologischen Dimensionen einer solchen Katastrophe ist aber ungenügend.“

Was die Studie überhaupt nicht anspricht, ist die Katastrophe, die auf landwirtschaftliche Betriebe zurollt. Insbesondere die heutige Massentierhaltung, die den Landwirten aufgrund schmalster Gewinnmargen geradezu aufgenötigt wird, erfordert umfangreiche Automatisierung und Just-in-time-Versorgung. Fällt in einem großen Schweinestall die Lüftung und Kühlung aus, ersticken und verenden die Tiere innerhalb von Stunden. Die Notstromgeneratoren sind hier auf maximal 12 Stunden ausgelegt. Milch erzeugende Betriebe haben oft hunderte von Milchkühen im Stall stehen, die von wenigen Mitarbeitern mit elektrischen Maschinen gemolken werden. Fallen die Melkmaschinen aus, leiden die Tiere bald entsetzliche Schmerzen und sterben an schlimmen Euter-Entzündungen. Die wenigen Mitarbeiter haben keine Chance, den Kühen per Handarbeit Erleichterung zu verschaffen. Das Futter für Großställe aller Art wird ebenfalls just-in-time angeliefert. Bleiben die LKWs aus, werden die Tiere bald vor Hunger wild und verzweifelt außer Kontrolle geraten und sich gegenseitig verletzen. Wahrscheinlich wird nach drei Tagen das massenweise Abschlachten beginnen. Das wiederum schafft ein weiteres Problem: Die Kadaver müssen entsorgt werden, weil sonst Seuchengefahr droht.

Krankenhäuser verfügen nur über begrenzten Notstrom. Bereits nach 24 Stunden gehen in den etwa 2000 Krankenhäusern Deutschlands nicht nur die Lichter, sondern auch die lebenserhaltenden Apparate aus. Operationen sind dann nur noch im Notmodus und unter Feldlazarettbedingungen möglich. Aus der Studie: „Bereits nach 24 Stunden ist die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens erheblich beeinträchtigt. Krankenhäuser können mithilfe von NSA (Notstromaggregaten) noch einen eingeschränkten Betrieb aufrechterhalten, Dialysezentren sowie Alten- und Pflegeheime aber müssen zumindest teilweise geräumt werden und Funktionsbereiche schließen. Die meisten Arztpraxen und Apotheken können ohne Strom nicht mehr weiterarbeiten und werden geschlossen. … Dramatisch wirken sich Engpässe bei Insulin, Blutkonserven und Dialysierflüssigkeiten aus. … Die Rettungsdienste können nur noch begrenzt für Transport- und Evakuierungseinsätze eingesetzt werden. Sie sind durch die Beeinträchtigungen der Kommunikationsinfrastruktur von Notrufen der Bevölkerung weitgehend abgeschnitten. … Probleme bereitet auch die schwindende Verfügbarkeit von Treibstoff … Spätestens am Ende der ersten Woche wäre eine Katastrophe zu erwarten, d. h. die gesundheitliche Schädigung bzw. der Tod sehr vieler Menschen sowie eine mit lokal bzw. regional verfügbaren Mitteln und personellen Kapazitäten nicht mehr zu bewältigende Problemlage.“

Das Fazit der Studie lautet daher: „Wie die zuvor dargestellten Ergebnisse haben auch die weiteren Folgenanalysen des TAB gezeigt, dass bereits nach wenigen Tagen im betroffenen Gebiet die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit (lebens)notwendigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen ist. Die öffentliche Sicherheit ist gefährdet, der grundgesetzlich verankerten Schutzpflicht für Leib und Leben seiner Bürger kann der Staat nicht mehr gerecht werden.“

Fazit: Jeder Haushalt sollte entsprechend vorsorgen und so ausgerüstet zu sein, um einige Wochen über die Runden zu kommen. Die Krisenvorsorge ist nicht nur für den unausweichlichen Kollaps unseres Finanzsystems, sondern auch, um die naheliegenden Gefahren abzumildern. Man darf sich weder von besserwisserischen Spöttern noch von den beschwichtigenden Medien verunsichern lassen. Wie Sie sehen, warnt selbst eine hochoffizielle staatliche Stelle – das Büro für Technikfolgenabschätzung – in eindringlichen Worten vor den katastrophalen Folgen eines „harmlosen“ Stromausfalls von nur einigen Tagen.

Zur Grundausstattung gehören:

Gute Taschenlampen
Kubelweltempfänger
CareIsland "Solarsystem mit Batteriespeicher"
CareRed Infratorheizung und Wasserkocher
CareConnect Satelliten-Breitband-Internet Anlage
Mobiler Wasserfilter und Kanister
Grundlegende Sicherheitsausrüstung (Pfefferspray, Pfefferspraypistole etc.)
Langzeitnahrungsmittel

Ihr, Martin Richard Kristek

Literaturhinweis:

http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/zusammenfassungen/TAB-Arbeitsbericht-ab141_Z.pdf