Care-Energy Obdachlosenhilfe

Ob beim Hamburger Weg des HSV oder mit eigener Traglufthalle in Berlin: Care-Energy kümmert sich um eine der schwächsten und am wenigsten beachteten Gruppen unserer Gesellschaft: Die Obdachlosen. Die direkte Hilfe für Obdachlose mit eigenen Projekten begann im Winter 2012 / 2013. Care-Energy kaufte eine eigene mobile Gulaschkanone aus Armeebeständen und kochte an 7 Tagen die Woche Essen für Hamburger Obdachlose. Dieses wurde jeden Tag um 19.00 Uhr zur Hamburger Obdachlosenunterkunft Pik As gefahren, wo jeden Tag der Kältesaison mehrere Hundert Bedürftige eine gute warme Mahlzeit erhielten.

In den Folgejahren wurde die Care-Energy Obdachlosenhilfe nach Berlin verlagert. Die Zusammenarbeit mit dem dortigen Träger der Obdachlosenhilfe, der Berliner Stadtmission, hat sich hervorragend bewährt. In der Kälteperiode 2013 / 2014 kam zum ersten Mal bundesweit eine Traglufthalle als Obdachlosennotübernachtung zum Einsatz. Care-Energy hatte die Traglufthalle mit den Grundmaßen 32m * 34m extra für diesen Modellversuch am Innsbrucker Platz in Berlin gekauft. Inzwischen sind Traglufthallen vielerorts Standard in der Betreuung von Obdachlosen und Flüchtlingen, insbesondere bei der Erstaufnahme und Soforthilfe. Durch ihre Konstruktion sind die Hallen geräumig, leicht Auf- und Abzubauen sowie durchgängig klimatisiert. Sie bieten also zahlreiche Vorteile beispielsweise gegenüber Zelten.

Nach dem großen Erfolg in der ersten Saison mit der von den Obdachlosen und der Presse „Halle-Luja“ getauften Notübernachtung wurden die Zahl der Betten in der Kältesaison 2014 / 2015 auf 100 Plätze erhöht. Seit Beginn der Halle erhalten alle Obdachlosen nicht nur einen Schlafplatz. In der Halle-Luja werden ein warmes Abendessen und Frühstück ausgegeben. Es stehen Duschcontainer und Erste-Hilfe-Einrichtungen zur Verfügung. Neben WLAN, Fernsehen und Radio bietet die Berliner Stadtmission den Obdachlosen immer wieder ein kulturelles Programm von ohne Gage auftretenden Künstlern. Die Obdachlosen können zudem eine Kleiderkammer nutzen und kostenlos ihre Wäsche waschen. Die Notübernachtung ist während der Kältesaison von November bis März 7 Tage die Woche von 20.00 Uhr bis 9.00 Uhr geöffnet, auch an Weihnachten und Sylvester.

Da die Fläche am Innsbrucker Platz in Berlin wegen Umbauarbeiten in der Saison 2015 / 2016 nicht mehr zur Verfügung stand, wurde die „Halle-Luja“ nach Berlin Friedrichshain auf das Gelände „Am Containerbahnhof“ verlagert. Auch dort unterstützte die Deutsche Bahn Immobilien das Care-Energy Sozialprojekt durch Hilfe bei der Flächensuche und gute Mietkonditionen. Am neuen Standort wurde die Energieversorgung der Halle durch einen eigenen Photovoltaikcontainer weiter perfektioniert. Dieser speist tagsüber in Speichersysteme ein und ermöglicht so eine ökologische und weitgehend autarke Energieversorgung der Halle. In jeder Kältesaison produziert der von Care-Energy entwickelte Container mehrere MW Energie für das Sozialprojekt. Eine weitere Neuerung der Saison 2015 / 2016 war die Zahnfee. Care-Energy hat einen eigens für Zahnarztbehandlungen ausgerüsteten Krankenwagen gekauft. In diesem führte eine der renommiertesten Zahnärztinnen Hamburgs einmal pro Woche im Schnitt 7 Zahnarztbehandlungen für Obdachlose kostenlos durch. Zudem wurde zahlreichen Obdachlosen, deren Zähne nicht mehr zu retten waren, durch Care-Energy und seine Kunden ein Gebiss geschenkt. Insgesamt standen in der Kältesaison 2015 / 2016 erneut mehr als 15.000 Übernachtungsangebote zur Verfügung, die von Menschen aus mehr als 15 Ländern genutzt worden sind. Alle diese Menschen hatten etwas gemeinsam: Sie waren obdachlos in Deutschland und sie benötigten Hilfe. Care-Energy ist stolz darauf, sich als soziales Unternehmen dort zu engagieren, wo andere wegsehen. Dies gilt nicht nur für die Unternehmensspitze, sondern für alle Mitarbeiter. Diese helfen insbesondere beim ganztägigen Auf- und Abbau der Halle auf freiwilliger Basis. An diesen Tagen sind im Schnitt 30% der Mitarbeiter im Innendienst von Care-Energy in Berlin bei der Obdachlosenhilfe engagiert. Die Zahl der freiwilligen Meldungen liegt deutlich höher.


Erdbebenhilfe in Nepal

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch im Juli 2015 gelang Care-Energy, was keinem anderen Unternehmen und keiner anderen Hilfsorganisation zu diesem Zeitpunkt gelang: Direkte Hilfe für die Opfer der schweren Erdbebenkatastrophe in Nepal zu leisten.

Wenige Wochen zuvor waren die Bilder der Zerstörung der Infrastruktur in Nepal um die Welt gegangen. Die Energie- und Wasserversorgung war in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen, Menschen obdachlos geworden und Teile des Landes nicht mehr erreichbar. In dieser Situation war klar, dass Helping Hands von Care-Energy den Opfern der Katastrophe direkt helfen würde. Nach ersten Gesprächen mit der nepalesischen Botschaft und der Regierung war klar, dass Care-Energy 100 Care-Cell Systeme, also Photovoltaik mit mobilem Speicher an die Erdbebenopfer in Nepal verschenken würde.

Von Beginn an machten die ineffektive Verwaltung und das extreme Ausmaß an Korruption in Nepal Care-Energy und dem gewählten Kooperationspartner unter den Hilfsorganisationen, Caritas international, Schwierigkeiten. Nachdem es gelungen war, die Module in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu zu fliegen, gelang es dem Spediteur und der nepalesischen Handelskammer für 2 Wochen nicht, die Hilfsgüter durch den Zoll zu bekommen. Dieses Schicksal teilte Care-Energy mit allen großen Hilfsorganisationen, deren Lieferungen sich auf dem Flughafen, der zudem unter chronischem Spritmangel litt, lagerten. Erst mit dem Eintreffen der Hilfsmannschaft unter der Leitung des Firmeninhabers Martin Kristek gelang es mit viel Mühe, die als Geschenk an notleidende Menschen und soziale Einrichtungen vorgesehenen Module vom Flughafen ins Lager zu schaffen. Auch dort gab es immer wieder Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit den chaotisch desorganisierten Behörden, die teilweise Eigentumsansprüche auf das Hilfsmaterial geltend machen und einzelne, von Care-Energy ausgewählte Empfänger für die Hilfslieferung nicht akzeptieren wollten. Am Ende gelang es nach umfangreichen Verhandlungen unter Einbeziehung der Caritas und der deutsch-nepalesischen Handelskammer einen guten Kompromiss zu erzielen, so dass die Auslieferung der Module durch die care-Energy Hilfsmannschaft beginnen konnte.

Der hohe Anspruch an die Arbeit der Hilfsmannschaft bestand nicht nur im Transport in abgelegene Gebiete über fast völlig zerstörte Straßen. Vor Ort bei den Empfängern galt es, die Menschen im Umgang und der Wartung für die Module zu schulen und an einigen Stellen auch die durch das Erdbeben beschädigte Elektrik der Einrichtungen zu reparieren. Da die Module auf möglichst viele Einrichtungen verteilt werden sollten, bildete die Hilfsmannschaft zudem noch Mitarbeiter der Caritas und der örtlichen Behörden in der richtigen Installation der Technik aus.

Am Ende stand wieder eine stolze Bilanz der Care-Energy Helping Hands Mission: Während bei allen großen Hilfsorganisationen angesichts der Zollbarrieren der nepalesischen Regierung die Hilfsarbeiten stockten, konnte Care-Energy Nothilfe leisten, ausbilden und die Verteilung der restlichen Module auf die vor Ort identifizierten Ziele sicher stellen. Die Care-Cell Systeme aus Modulen und mobilen Speichereinheiten liefern heute Strom an über 60 verschiedenen Standorten in Nepal und haben zahlreiche umweltfeindliche Dieselaggregate zur Stromerzeugung in Gegenden abgelöst, deren Elektrifizierung über das Netz auch ohne Erdbeben noch Jahre gedauert hätte.


Care-Energy Helping-Hands sind ausgewählte Hilfsprojekte rund um Energie und Energiearmut

Nur 4% der Weltbevölkerung lebt mit einem vergleichbaren Komfort oder "Reichtum" wie wir in Europa dies tun und doch gibt es auch bei uns in Europa eine Menge Armut, speziell Energiearmut. Jedoch wie stellt sich ein Leben ohne Zugang zu Energie dar und dies speziell in einem Industriestaat? Das Leben wird ohne Energie schnell nicht mehr vergleichbar mit einem von uns geführten.

Ob sozialschwachen Menschen, welche sich den Zugang zu Energie nicht mehr leisten können, oder obdachlosen Menschen welchen wir ein "warmes" Dach über dem Kopf ermöglichen, oder aber die Schaffung von Infrastruktur in Regionen wo es keine oder eine unzulängliche Energieversorgung gibt, bis hin zu Katastrophenhilfseinsätzen in Regionen, welche von Naturkatastrophen heimgesucht wurden und die notwendige Infrastruktur vernichtet und somit eine Energieversorgung unmöglich wurde.

Care-Energy hat mit Care-Energy Helping-Hands schon oft bewiesen wie wichtig schnelle und unbürokratische Hilfe ist. Care-Energy Helping-Hands ist eine private Initiative.

Wir werden oft gefragt ob man unsere Care-Energy Helping-Hands Projekte durch Spenden unterstützen kann.

Spenden nehmen wir keine an, aber es gibt zwei Möglichkeiten Care-Energy Helping-Hands zu unterstützen.

1.) Werden Sie Kunde
Nur durch unsere Kunden ist es möglich, dass wir uns sozial engagieren, wie wir es im Rahmen der Care-Energy Helping-Hands tun.

2.) Aktive Mitarbeit
Wir bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten zu Mitarbeit. Bewerben Sie sich einfach und schreiben Sie uns, weshalb genau Sie für uns wichtig sind.

Wir sind ein 100% privater, eigentümergeführter Energiedienstleister, welcher sozial verantwortlich arbeitet, einen Gutteil seiner Gewinne in Hilfsprojkete investiert und darunter verstehen wir nicht spenden, sondern machen - deshalb Care-Energy Helping-Hands.

Viele Unternehmen liefern Energie - wir liefern Energie und Menschlichkeit und das ist ein Alleinstellungsmerkmal.

„Care-Energy“ Fluthilfe in Deutschland

Auch in 2013 wurden vor allem die Regionen entlang der Elbe und ihrer Nebenflüsse Opfer einer Hochwasserkatastrophe. Erneut standen viele Menschen vor den Trümmern ihrer Existenz. Einigen von Ihnen konnten wir helfen, den Schaden zu begrenzen und ihre Aufräum- und Trocknungsarbeiten zu unterstützen. „Care-Energy“ hilft dabei allen Bürgern, deren Stromversorgung durch das Hochwasser unterbrochen worden ist mit Notstromaggregaten. Insgesamt sind fast 300 Geräte von „Care-Energy“ kostenlos für die Bürger im Dauereinsatz um Hochdruckreiniger und Trockengeräte ebenso anzutreiben wie Leuchten und andere Geräte in den Unterkünften der Helfer und Evakuierten. Die Geräte werden kostenlos gegen Vorlage des Personalausweises und Unterschrift in einer Ausgabeliste an Bürger, Feuerwehren und Stadtverwaltungen ausgegeben.

Unser Hilfseinsatz startete am 8. Juni 2013 mit einem Konvoi von Hamburg nach Pirna. Die Stadt war als eine der ersten deutschen Städte stark vom Hochwasser getroffen, was zu einem großflächigen Ausfall der Stromversorgung geführt hatte. Neben knapp 40 Geräten aus Hamburg machten sich „Care-Energy“ Vertriebspartner aus verschiedenen Teilen Deutschlands ebenfalls auf den Weg in das Hochwassergebiet. Am Nachmittag des 8. Juni 2013 erreichten wir die öffentliche Ausgabestelle für Sachspenden der Stadt Pirna und konnten gleich vor Ort zahlreiche wartende Bürger mit Aggregaten ausstatten und diese zum Teil in betroffenen Häusern in Betrieb nehmen.

An der Ausgabestelle begegneten wir durch Vermittlung unseres Vertriebs vor Ort auch dem Bürgermeister von Rathen, einer in Teilen direkt am Elbufer gelegenen Stadt. In Absprache mit den Ausgabestellen vor Ort wurde beschlossen, 20 Notstromaggregate nach Rathen weiter zu transportieren und dort am 9. Juni 2013 an die im Dauereinsatz befindliche freiwillige Feuerwehr zu liefern. Der Einsatz am Feuerwehrhaus 100m entfernt von dem immer noch steigenden Elbwasserfluten ist allen Beteiligten immer noch lebhaft in Erinnerung; genauso wie die große Dankbarkeit der Menschen und der Verwaltung vor Ort für die schnelle und unbürokratische Hilfe.

Unser zweiter Fluthilfeeinsatz führte uns am folgenden Sonnabend, den 15. Juni 2013 in den Raum Magdeburg. Vorausgegangen waren lange Diskussionen mit Verwaltungen und Krisenstäben entlang der Elbe über die Möglichkeit, 250 Notstromaggregate anzunehmen, zu lagern und kostenlos auszugeben. Die Koordinierungsstellen in Stendal und Magdeburg sahen sich, vor allem aus Platzgründen trotz der Fürsprache des Krisenstabs der Landesregierung vor allem mit der Bereitstellung von Lagerkapazitäten überfordert. Wir lösten dieses Problem mit der kurzfristigen Anmietung einer Lagerhalle in der Lübecker Straße 53 in Magdeburg, die seither rege genutzt wird. Am 15. Juni 2013 informierten wir während der Fahrt die örtlichen Medien und Facebookgruppen über unsere Pläne und unsere Ankunft. Dies hatte zur Folge, dass wir bereits kurz nach unserer Ankunft die ersten Notstromaggregate an Hochwasseropfer einiger besonders hart getroffener Stadtteile von Magdeburg ausgeben konnten. Noch am gleichen Tag koordinierten wir mit dem Katastrophenstab in Barby die Anlieferung von 50 Notstromaggregaten an den örtlichen Bauhof.

Während des Transports in das Überflutungsgebiet mussten wir auch geflutete Straßen nutzen, auf denen das Wasser unseren Fahrzeugen bis zur Oberkante der Radkästen stand. Die Verwaltung von Barby dankte unseren Einsatz nicht. Am folgenden Dienstag erhielten wir auf mehrfache Nachfrage unsererseits die Nachricht, dass sich der Katastrophenstab, der die Geräte angefordert hatte, gegen die Ausgabe der Geräte entschieden hatte, obwohl zahlreiche Bürger direkt beim Lager im Bauhof angefragt hatten. Die Verwaltung betrachtete den logistischen Aufwand der Ausgabe als u hoch, obwohl wir lediglich die Eintragung der Empfänger in eine mitgelieferte Liste gewünscht hatten. Diese Entscheidung war zweifellos ein Schlag ins Gesicht vieler Bürger der Gemeinde Barby, die ihre benötigten Aggregate dann selbst aus unserem Lager in Magdeburg abholen konnten.

Die 50 an die Verwaltung in Barby gelieferten Aggregate transportierten wir mittels eines unserer Transporter zur Ausgabe der „Care-Energy“ plug & save Module mit Unterstützung der örtlichen, selbstorganisierten Fluthilfegruppen in ein privates Lager nach Sachsendorf. So gelangten auch diese Notstromaggregate schnell zum Einsatz in betroffenen Orten wie Breitenhagen, Fischbeck und Elbe-Parey.  

Im Rahmen unserer Hilfseinsätze haben wir in den vergangenen Wochen viele vom Schicksal getroffene Haushalte und Unternehmen kennen gelernt. Wir haben zudem viele ehrenamtlich engagierte Personen getroffen. Allen diesen Menschen gilt unser Dank für die Zusammenarbeit bei der Fluthilfe, ihre Unterstützung und ihren Einsatz. Es ist bewundernswert, mit welchem Willen und mit welcher Kraft die Menschen gegen das Hochwasser 2013 ankämpfen. Wir freuen uns, dass wir vor Ort helfen konnten und werden unseren Einsatz so lang fortsetzen, bis die örtlichen Versorger überall in den Überflutungsgebieten den Menschen wieder den dringend benötigten Strom stellen können bzw. die Elektrik der Häuser wieder in Stand gesetzt ist.


Projektbericht Care-Energy Helping-Hands Philippinen

Auf die ungewöhnliche Anfrage via Facebook des Pastors Alexander Repalda von den Philippinen, entstand  Anfang des Jahres das Projekt „Photovoltaik auf den Philippinen“. Während der Vorarbeiten wurden von Deutschland aus verschiedene Möglichkeiten ausgearbeitet, die eine Lösung für die vom Pastor geschilderte Situation darstellen könnte.

Ende Juni war es dann soweit das eine „Task Force“ von Care-Energy sich als vierköpfiges Evaluierungs-Team auf den Weg nach Nantawakan, in der Region Kasibu der Provinz Nueva Vizacaya. Ziel der Reise war es sich einen exakten Überblick über die Situation der Bewohner und die Voraussetzungen für eine Energieversorgung zu machen. Außerdem soll das Projekt eine Hilfe zur Selbsthilfe sein und die Bewohner des Dorfes sollten aktiv bei der Entwicklung von Lösungen einbezogen werden. Hierfür wurden einige Photovoltaikmodule und etwas Zubehör als Basis vorab mittels Luftfracht auf die Philippinen geschickt.

Start des vierköpfigen Teams (André Helwig, Sascha Iqbal, Timo Heinemann & Martin Richard Kristek) war am 24. Juni 2013 vom Hamburger Flughafen von wo aus es, mit Zwischenlandung in Dubai, Manila am 25. Juni 2013 um 23.00 Uhr erreichte. Pastor Alexander Repalda und Pastor David Castillo holten das Team am Mittwochmorgen ab, um es nach Nantawakan zu bringen. Vorab mußte allerdings noch der Verbleib der versandten Module geklärt werden, da diese noch nicht beim Pastor eingetroffen, obwohl sie schon eine Woche vorher in Manila gelandet waren. Aber auch dieses Problem konnte mit der Spedition vor Ort innerhalb von 4 Stunden geklärt werden.

Die Fahrt im Konvoi nach Bambang einem Ort in der Nähe des Bergdorfes, wo das Team untergebracht war, war ebenso mühsam wie langwierig. Für die ca. 350 km benötigte das Gespann rund 9 Stunden und kam nachts im Hotel an. Dort wurde nur noch eingecheckt und sich auf den nächsten Tag vorbereitet.

Mit unglaublicher Freude wurden die Vertreter von Care-Energy von der Kirchengemeinde aufgenommen und begrüßt. Die Gastfreundschaft ließ keine Wünsche offen und es wurde sich herzlich um alle gekümmert. Neben dem persönlichen Empfang des hiesigen Bischofs, einem reich gedeckten Tisch, wurde auch musiziert und getanzt. Zur Freude der Bewohner ließ sich das Care-Team voll auf die Traditionen ein und machte auch beim Tanzen eine gute Figur.

Natürlich wurde der erste Tag auch zur Bestandsaufnahme genutzt und diese stellte das Team vor viele kleine Herausforderungen. Die schwierige Anfahrt der Technik, aufgrund der schlechten Wegbeschaffenheiten gelöst, die Anschaffung noch fehlender Technikkomponenten bewältigt, die Montagemöglichkeiten evaluiert und die Anlieferung der Spedition musste abgewartet werden.

Am Freitag gegen Mittag trafen endlich die lang erwarteten Module in Bambang ein. Sie wurden sofort auf einen organisierten geländegängigen Kipplaster umgeladen, um sich auf den Weg nach Nantawakan zu machen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob der LKW die extreme Steigung des zum Teil aus Felsbrocken bestehenden Weges überhaupt schaffen würde.

Als dies geschafft war, konnte das Team und die Helfer sich nun ans Werk machen, die Module endzumontieren. Care-Energy war dabei die Einarbeitung der Bewohner wichtig, damit sich diese in Zukunft an dem weiteren Ausbau beteiligen können. Hier war „Hilfe zur Selbsthilfe“ das Stichwort. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten und vielen Nachfragen zur Technik, waren die ersten Testmodule am Abend einsatzfertig.

Die Montage sollte dann am Samstag stattfinden.

Noch am Abend wurde an einer Speichermöglichkeit gefeilt, die ausschließlich aus lokal erhältlichen Komponenten bestehen durfte. Dafür ging die halbe Nacht mit Planungsarbeiten drauf, aber der Erfolg heiligt die Mittel.

Am Samstag wurde dann in den einheimischen „Läden“ nach Bestandteile gesucht, die eine Speicherung und Wiedergabe der Energie den Anforderungen entsprechend möglich macht. Auch auf den Philippinen ist das Feilschen ein traditionelles Bedürfnis, an dem sowohl die Verkäufer als auch Martin Richard Kristek ihren Spaß hatten.

Gegen Mittag waren alle Bestandteile zusammen und sollten zur Endmontage beim Pastor David Castillo in Bambang geliefert werden. Die zuverlässige Lieferung sollte die deutsche Spedition der Module beschämen, denn diese Lieferung kam pünktlichst und wie verabredet.

Während das erste Set nach ein paar Stunden fertig war, wurden die nächsten Sets von den philippinischen Freunden selber montiert und das Team machte sich wieder auf den Weg zur Installation auf dem Berg. So wurde am späten Nachmittag das erste Modul inklusive Speicher an der Schule montiert und einsatzfähig gemacht, um am Sonntag den ersten Gottesdienst mit Soundanlage und Beleuchtung möglich zu machen.

Die anderen Module für die weitere Versorgung der Kirche, des Pfarrhauses und einiger Einzelhäuser wurden dann am Sonntag nach dem Gottesdienst mit vielen Helfern bis zum Nachmittag fast ausschließlich von den philippinischen Freunden erledigt und durch das Care-Energy Team abgenommen.

Der Gottesdienst mit seinen Danksagungen für das Care-Team war wohl der ergreifendste Teil der Reise und wird noch lange in Erinnerung bleiben.

Am Abend machte sich der Konvoi wieder auf den Weg das Team nach Manila zu bringen, nach der Ankunft um 1.30 Uhr in Manila wurde vier Stunden geschlafen bevor man sich zum Flughafen aufmachte und am Montagabend in Hamburg landete.

Eine Reise die bei der „Task Force“ Spuren hinterlassen hat und in Erinnerung bleiben wird. Nach den gesammelten Erfahrungen vor Ort ist der komplette Roll-out für die 50 Einzelhäuser schon in Planung und auch eine Versorgung der Ortschaft Bambang wird diskutiert und die Niederlassung in Bambang per Flagge fixiert.

Pastor Alexander Repalda wird durch die Unterstützung von Martin Richard Kristek auch eine Care-School in Nantawakan initiieren, um die Ausbildung der Kleinsten sicherzustellen. Die Care-School soll dabei die Aufgabe der „Vorschule und Grundschule“ übernehmen und wird durch die Kirche geleitet.

 


„Care-Energy“ errichtet ökologische Energieversorgung für philippinisches Dorf

„Unser Sozialprojekt "Helping-Hands" zeigt, dass mit einfachen Mitteln und existierender Technik eine ökologische, dezentrale Energieversorgung in allen Teilen der Welt aufgebaut werden kann. Wir verbessern mit unserem Sozialprojekt die Lebensqualität von 400 Menschen in Nantawakan (Kasibu, Philippinen) verbessert und einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Unser Projekt ersetzt die Stromversorgung mittels eines Dieselgenerators durch ein System aus Photovoltaik, Windkraft und Speichern.“ erläuterte Martin Kristek, Geschäftsführer der mk-group bei seiner Rückkehr. „In einem ersten Schritt haben wir vor Ort die Ökostromversorgung der wichtigsten Gebäude von Nantawakan sicher gestellt. Alle Schul- und Kirchengebäude sind jetzt über Photovoltaik und Speicher eigenständig versorgt.“

„Die Umsetzung dieses Projekts mit unserer Mannschaft vor Ort erfolgte nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. In Zukunft sind die Dorfbewohner selbst in der Lage, ihre Öko-Energieversorgung und ihr Speichersystem selbst auszubauen und zu warten.“ erläuterte Martin Kristek die Hilfsweise von „Care-Energy“. „Mit diesem Projekt wollen wir auch ein Modell für die gesamte Region schaffen. Neben den ökologischen Vorteilen sinken durch dezentrale Versorgung auch die Lebenshaltungskosten für die Bevölkerung, deren Gebäude aus der Produktion vor Ort ökologisch versorgt werden.“

Martin Kristek zur Situation vor Ort und der Akzeptanz der Hilfe von „Care-Energy“: „Am meisten hat die unglaubliche Dankbarkeit der Menschen unser „Care-Energy“-Team bewegt. Es war unglaublich zu sehen, wie sehr sich bereits jetzt das Leben der einzelnen Dorfbewohner und der gesamten Gemeinde durch die Elektrifizierung der wichtigsten Gebäude verändert hat. Neben Kirche und Gemeindehaus ist nun auch die Schule des Dorfes durchgängig an die Energieversorgung angeschlossen, was erstmalig Unterricht in den Abendstunden und an sehr heißen Tagen ermöglicht. Die Menschen freuen sich darauf, in Zukunft mit weiteren von uns gespendeten Modulen und Speichern das gesamte Dorf elektrifizieren zu können.“

Hintergrundinformationen:

Nantawakan ist ein Dorf mit ca. 400 Einwohnern in der Gemeinde Kasibu in der Provinz Nueva Vizcaya auf den Philippinen. Das Dorf verfügte bis zum Beginn der „Care-Energy“ Sozialprojekts nicht über eine eigenständige Energieversorgung, da es zu abgelegen für einen Anschluss an überregionale Stromnetze liegt. Die wichtigsten Gebäude wurden in der Vergangenheit teuer und umweltschädlich sporadisch über einen Dieselgenerator versorgt. „Care-Energy“ hat die Versorgung der wichtigsten Gebäude auf dezentrale Ökoenergieversorgung abgeschlossen und dabei die Menschen vor Ort geschult, so dass diese zukünftig eigenständig weitere Module installieren können, um die Elektrifizierung des Dorfes abzuschließen. Auf Grund der hohen Preise für Treibstoffe ist die Umstellung auf kostengünstige Ökoenergie nicht nur ein Umwelt- und Ressourcenschonungsprojekt, sondern verbessert auch die ökonomische Situation der Gemeinde nachhaltig.

 

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