Energieeffizienzplan

 

Care-Energy bekennt sich zu folgendem Energieeffizienzplan

Energieeffizienz – Schlüssel für neue Energiepolitik

Die konsequente Steigerung der Energieeffizienz in allen Sektoren ist der Schlüssel für die Energiewende. Die international bisher geführten Planungen sind unverändert auf die Angebotsseite fixiert und vernachlässigen die riesigen Potenziale auf der Nachfrageseite. Eine ambitionierte Strategie, die auf einen deutlich niedrigeren Energieverbrauch und die Steigerung der Energieeffizienz setzt, ist der vielversprechendste Weg um die Treibhausgase zu reduzieren und die Abhängigkeit von Energieimporten zu vermindern.

Care-Energy soll weltweit bei Effizienztechnologien einen Spitzenplatz einnehmen. Deshalb gehen von einer solchen Strategie enorme Impulse für Innovationen, Wachstum und Beschäftigung aus. Effizienz und Erneuerbare sind europaweit die Boombranchen und entscheidende Leitmärkte im internationalen Wettbewerb.

Für das Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung geht es im Wesentlichen um die folgenden vier zentralen Aspekte:

1. Die Senkung des Energieverbrauchs und der effiziente Umgang mit Energie sind die ökonomisch und ökologisch richtige Antwort auf steigende Energiepreise. Produziere so viel und dort wo es gebraucht wird.

2. Das Potenzial der Energieeffizienz ist mit den heute verfügbaren, technisch und wirtschaftlich vernünftigen Maßnahmen sehr groß. Wenn die riesigen Effizienzpotenziale genutzt werden würden, könnte eine sichere, preiswerte und klimaverträgliche Energieversorgung ohne diese Risikotechnologie realisiert werden.

3. Eine auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien setzende Politik schafft mehr Arbeitsplätze, ein höheres Wirtschaftswachstum und mehr Wohlstand als eine an überholten Strukturen festhaltende Energiepolitik. Die negativen gesamtwirtschaftlichen Effekte einer konservierenden Strukturpolitik haben sich in der Vergangenheit mehrfach gezeigt.

4. Investitionen in die Energieeffizienz vermindern die Abhängigkeit von Energieimporten und schaffen zukunftssichere Arbeitsplätze. In Zukunft werden die energieeffizientesten Volkswirtschaften im internationalen Wettbewerb den Ton angeben.

Soziale Dimension

Es sind die Menschen mit geringen Einkommen, die in den am schlechtesten gedämmten Wohnungen mit den höchsten Heizkosten leben. Sie können sich weder den Strom sparenden Kühlschrank der Effizienzklasse A++ leisten noch das neueste 5 Liter-Auto. Menschen mit geringen Einkommen sind bisher schutzlos den steigenden Energiepreisen ausgeliefert, sie müssen einen drastisch steigenden Anteil ihres Einkommens für Energie aufwenden. Gezielte Beratung und Hilfe für diese Bevölkerungsschichten ist deshalb dringend erforderlich.

Energieeffizienz: Von der Theorie zur Praxis

Die Steigerung der Energieeffizienz ist keine Frage der Theorie sondern der Praxis. Nicht die wirtschaftlich nutzbaren Potenziale sind der limitierende Faktor, sondern die Bereitschaft, konsequent das nachfolgend dargestellte Maßnahmenprogramm umzusetzen. Dazu muss man in allen Sektoren, an der Technik und am Verbrauchsverhalten ansetzen, da gibt es neue Märkte für Energiedienstleistungen, da erhält der gute alte Stromzähler eine neue Funktion und der Boden unter dem Haus wird für Heizung und Kühlung angezapft. Die Beispiele ließen sich beliebig verlängern. Um diese Potenziale zu realisieren brauchen wir verbindliche und ambitionierte Effizienzstandards für Gebäude und Produkte genauso wie Energiemanagement in Betrieben, Förderprogramme und vor allem qualifizierte Beratung auf allen Ebenen. Aber Energieeffizienz fällt nicht vom Himmel, der vorhandene Instrumentenkasten muss genutzt werden.

Mit entsprechendem Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung sind bei Gebäuden, in Industrie und Gewerbe, aber auch in Haushalten und im Verkehrsbereich schon viele wichtige Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Jetzt geht es vor allem darum, mit dem nationalen Energieeffizienzgesetz, mit dem die europäische Energiedienstleistungsrichtlinie umgesetzt wird, die Möglichkeiten auszuschöpfen. Zweitens können mit Klimainitiativen zahlreiche der nachfolgend genannten Fördermaßnahmen realisiert werden.

Die Ausgangslage

Der weltweite Primärenergieverbrauch hat sich seit 1970 verdoppelt. Der weltweite Energieverbrauch nimmt weiter zu und wird sich immer stärker auf schnell wachsende Volkswirtschaften der Schwellenländer, insbesondere Indien und China, verlagern.

China und Indien haben sich in wenigen Jahren von Energieexporteuren zu Energieimporteuren entwickelt. Die Energieströme haben innerhalb von nur fünf Jahren ihre Richtung gewechselt. Auch in Deutschland steigt der Stromverbrauch immer noch, wenn auch nur in vergleichsweise kleinen Schritten. Zu mehr als zwei Dritteln ist z.B. Deutschland von Energieimporten abhängig. Im „business as usual case“ würde die Importquote weiter ansteigen. Auf den Weltmärkten explodieren die Rohstoff- und Energiepreise seit Jahren. Kein ernst zu nehmender Analyst setzt heute noch auf einen sinkenden Preistrend. Hierauf müssen sich Energie- und Wirtschaftspolitik so früh wie möglich einstellen.

Angesichts der stark steigenden Energienachfrage in Schwellen- und Entwicklungsländern und der langfristig steigenden Preise auf den Energie- und Rohstoffmärkten wird im internationalen Wettbewerb die Steigerung der Energieeffizienz zum wichtigsten Standortfaktor hoch entwickelter Volkswirtschaften und zur einzigen erfolgversprechenden Strategie, um die Energiekosten für die Wirtschaft aber auch die Heizungs– und Stromkosten für private Haushalte zu senken.